Im Luftstrom der Klimadüse fröstelnd, spähte ich hinaus. Als die City Hall zurückfiel und wir von der Main Street abbogen in den Washington Boulevard, rief Dan Bartlett, der Kommunikationschef, aus einem der Wagen vor uns an. In ruhigem Ton meldete er einen Flugzeugabsturz auf WTC 1, also den nördlichen Turm des World Trade Center. Mein Mund wurde trocken, etwas in mir spannte sich. Es entstand ein leichtes SchwindeIgefühl, so als hätte ich ein schwach euphorisierendes Narkotikum genommen. Mir fielen sofort etliche Vorwarnungen ein, die uns im Hinblick auf Gebäude von hohem Symbolwert in Washington und auch im unteren Manhattan erreicht hatten; darunter ein Text der CIA von Anfang August. Danach konnte dies, auch wenn Bartlett nichts dergleichen anzunehmen schien, ein terroristischer Anschlag sein.
Der Präsident freilich blieb auf seinen Termin fixiert. Ihn regte die Nachricht gar

nicht sonderlich auf. Er glaubte offenbar, es handele sich um ein Privatflugzeug und um technisches oder menschliches Versagen. Nach meiner Erinnerung fragte er - wie sein Vater ein ehemaliger Militärpilot - ziemlich arglos, ob schlechtes Wetter dem Unglück zugrunde liege.
„Schwerlich“, erwiderte ich. „Über der Ostküste wolkenloser Himmel.“
„Dann hat der Pilot versagt“, murmelte er. „Vielleicht ein Herzinfarkt... Welch ein Malheur! Hoffentlich bloß eine Sportmaschine.“
Ich schüttelte den Kopf und beugte mich vor, in dem Gefühl, dass ich ihm helfen musste, das mögliche Ausmaß des Vorgangs zu begreifen. Und dass wir uns, falls meine Befürchtung zutraf, von jetzt an in ganz bestimmten Bahnen bewegten, die zu verlassen unmöglich war, selbst wenn wir das gewollt hätten.